Ergonomie 2017-07-11T10:48:47+00:00

Unter  Ergonomie versteht man die Wissenschaft von der Gestaltung menschengerechter Arbeits- und Umgebungsverhältnisse. Nicht der Mensch soll sich den Verhältnissen anpassen, sondern umgekehrt, die Verhältnisse sollen an den Menschen angepasst werden.

Bei Industriedesign sind hier vor allem die Geräte und Maschinen gemeint, die bei einer guten ergonomischen Gestaltung, leicht, iduitiv und ermüdungsarm zu bedienen sein müssen.

Im Arbeitsalltag versteht man unter Ergonomie vor allem die Gestaltung von Arbeitsplätzen. Die Arbeit, die Tätigkeit des Arbeitenden soll schnell, fehlerfrei und effizient möglich sein. Hier werden also vor allem Begriffe wie Griffräume oder Dimensionierung von Arbeitsplatten und Höhen eine Rolle spielen.

Nicht zuletzt soll das Produkt ganz einfach „gut in der Hand liegen“! Dies ist natürlich nicht nur eine reine Ergonomiefrage, sondern auch eine Frage der Einbauteile. Sind die Einbauteile so groß, dass eine ergonomische Form nicht möglich ist, muss man Kompromisse suchen.

Ergonomie und Produktgestaltung

Beim Industriedesign werden die ergonomischen Grundlagen auf das Produkt angewendet. Es spielen also Fragen wie, „kann das Handgerät gut gehalten werden“, eine Rolle. Für diese Dimensionierungen verwendet man sogenannte „Durchschnittsmenschen“.

Der Durschnittsmensch

In Wirklichkeit gibt es keine Durchschnittsmenschen. In anthropometrischen Messungen werden von vielen Menschen die Körperabmessungen erfasst. Daraus errechnet man den Durschnittsmenschen. Dieser entspricht eben einer durchschnittlichen Verteilung. Man kann daraus ersehen, dass zum Beispiel 60% der Mitteleuropäer mindestens 165cm groß sind. Das hilft jedoch nur sehr bedingt! Das Ziel der Produktentwicklung muss eine Produktoptimierung für einen möglichst großen Bereich von Menschen sein. Zielgruppen die im Schritt „Anforderungsprofil“ definiert wurden, sind jetzt sehr hilfreich.

Je genauer diese Zielgruppe definiert wurde, desto zielgerichteter kann die Produktdesignentwicklung jetzt sein.

Industriedesign und Ergonomie

Ein schönes Beispiel dafür sind Kinderspielsachen. Für kleine Hände muss man anders entwerfen, als für Erwachsenenhände. Unabhängig davon gilt es natürlich auch die Feinmotorik von Kinderhänden zu berücksichtigen.

Ein anderes Beispiel wären Messgeräte. Tragbare Messgeräte sollen leicht und körpergerecht sein um einen ermüdungsfreien Messvorgang zu gewährleisten.

Die Ergonomie ist eines der wichtigsten Teilgebiete der Produktentwicklung, bzw. des Produktdesigns.

Ergonomie und Greifraumuntersuchung

Ergonomie und Greifraumuntersuchung

Spielzeugautodesign von WiGL Design

Spielzeugautodesign von WiGL Design – Ergonomisch gestaltet