Nicht nur bei Smartphones ein spannendes Thema – wasserdichte Gehäuse.

Ein wichtiger Punkt bei jeder Designentwicklung sind die technischen Anforderungen die ein Gehäuse erfüllen muss. Gutes Produktdesign muss diese Anforderungen erfüllen. Eine der größten Herausforderungen, bei diesen Anforderungen ist dabei die Dichtheit des Produktes. Wasserdichte Gehäuse. Hier könnte eine Neuentwicklung wesentliche Vorteile bringen.

Die IP Schutzklassen

Mit der Einteilung in Schutzklassen kann man die Dichtheit gegenüber Eindringen von Schmutz und festen Gegenständen auf der einen Seite und von Feuchtigkeit auf der anderen Seite definieren. Dabei gibt der erste IP Wert die Anforderungen für Schmutz und der zweite IP Wert die Anforderungen gegenüber Feuchtigkeit an.

Natürlich sollte jede Elektronik gegenüber Feuchtigkeit geschützt sein. Darum ist ein hoher IP Wert anzustreben. Jedoch bedeutet ein hoher IP Wert auch höhere Kosten für die Gehäuseherstellung. Und grundsätzlich sollten Gehäusekosten so gering wie möglich gehalten werden. Jede Elektronik entwickelt auch Wärme. Diese sollte abgeführt werden. Und dies kann man am günstigsten mit Lüftungsschlitzen machen. Die wiederum lassen Feuchtigkeit zur Elektronik. Sie sehen also die Problemstellung ist nicht ganz so einfach wie sie im ersten Moment scheint.

Eine Alternative das WaterBlock™ System

Genau beim Problem Wasserdichtheit verspricht ein neues Verfahren Abhilfe. Glaubt man den Werbeversprechungen so haben wir mit WaterBlock™ das ultimative System für die Wasserdichtheit gefunden.

Wie funktioniert WaterBlock™?

Nanotechnik heißt das Zauberwort. Eine neuartige Beschichtung sorgt für eine vollständige Versiegelung der Elektronik und macht diese wasserabweisend. Unter Vakuum wird eine organische, nanostarke Schicht auf die Elektronik aufgetragen – und man glaubt es kaum, macht alle Geräte dadurch wasserdicht.

Etwas Skepsis ist doch erlaubt – oder?

Nun gut, dass durch die Schutzschicht kein Wasser zur Elektronik kommt, kann ich noch glauben. Aber wie schaut es zum Beispiel bei Batteriekontakten aus? Wenn die nicht leiten, kann auch kein Strom fliesen. Oder wie schaut es bei den Steckern aus? Ein Stecker hat gerade die Funktion einen Kontakt herzustellen. Also wäre hier die Isolierung nicht wirklich gewünscht. Also gerade in diesen Bereichen gibt es zumindest für mich noch sehr viele offene Fragen.

Spezielle Maschinen für die Schutzschicht

Auch nicht ganz einfach stellt sich noch das Aufbringen der Beschichtung dar. Für diese benötigt man eine eigene Maschine. Meines Wissens gibt es leider noch keine Dienstleister im deutschsprachigem Raum. Also dürfte dieses Verfahren, zumindest so lange es keine Möglichkeit im deutschsprachigem Raum dafür gibt, eher kaum angewandt werden. Elektronik nach Amerika senden, danach wieder zurück? OK, hängt auch vom Preis der Versiegelung ab.

Fazit

Hier kommt eine sehr vielversprechende Technik auf uns zu. Wenn sie hält was sie verspricht, wird es auch demnächst Dienstleister in Europa und dem deutschsprachigem Raum geben. Zu klären ist noch, wie hoch die Kosten der Beschichtung sind. Eventuell kommen Maßnahmen beim Gehäuse, die die Dichtheit gewährleisten noch immer billiger.

 

By | 2014-02-18T09:35:24+00:00 Februar 5th, 2013|Neue Technik - neues Design|0 Comments

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