Was sie über Industrial Design wissen sollten!

Es gibt einige Punkte die ein erfolgreiches Industrial Design Projekt erfüllen muss. Hier finden Sie Informationen über Industriedesign die Sie wissen sollten, damit Ihr Industrial Design Projekt erfolgreich wird.

Industriedesign und Gestaltungsfreiheit

Unbestritten ist, dass Industriedesign (Industrial Design) sich auf die Kaufentscheidung auswirkt. Diese Behauptung ist vorerst einmal wertfrei. Die Auswirkung kann positiv oder negativ sein. Damit sich Industrial Design positiv auswirkt, sollten Unternehmer einiges beachten. Zum Beispiel den Freiheitsgrad von Industriedesign! Jedes Produkt hat einen gestalterischen Freiheitsgrad. Einfach erklärt, eine Turbinenschaufel hat den Freiheitsgrad 0. Sie ist durch technische Bedingungen so stark und genau definiert, dass ein Industriedesigner keine Eingriffsmöglichkeiten mehr hat. Es ist absolut sinnlos einen Industriedesigner mit der Optimierung einer Turbinenschaufel zu beauftragen. Die technischen bzw. kaufmännischen Vorgaben, werden in diesem Bereich immer wichtiger sein. Der gestalterische Freiheitsgrad ist Null. Auf der anderen Seite der Skala liegt zum Beispiel Schmuck. Beim Schmuck ist es praktisch egal wie funktional oder wie teuer er ist. Es wird immer auf das Design (auf den Designer) geachtet. Schmuck hat daher den gestalterischen Freiheitsgrad 100. Der Designer kann hier praktisch vollkommen frei entwerfen. Er muss nicht auf Funktion und Kosten achten. Irgendwo zwischen diesen beiden Extremen liegt jedes Produkt. Wobei natürlich der Konsumgüterbereich einen wesentlich höheren Freiheitsgrad hat, als zum Beispiel der Investitionsgüterbereich.

Ein Beispiel soll das verdeutlichen:

Eine Maschine (Investitionsgüterbereich) wird immer sehr stark funktionell, ergonomisch und nach Kostenvorgaben gestaltet. Die Funktion steht hier im Vordergrund. Die Gestaltungsfreiheit wird auch noch sehr oft durch die geringe Stückzahl, und die damit verbundenen Fertigungsverfahren bestimmt. Der Freiheitsgrad der Gestaltung wird niedrig sein und sich oft nur auf die Verkleidungsteile beschränken.

Wenn man nun als anderes Beispiel den Konsumgüterbereich nimmt, ist sofort verständlich, dass hier der Freiheitsgrad wesentlich höher sein wird.  Hier wird teilweise sogar Funktion und Ergonomie missachtet, um Image (Design) hervorzuheben. Ein typisches Beispiel ist das Design von Handys. Nehmen Sie nur einmal Ihr Handy in die Hand. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Knöpfe zu klein sind und Sie die Funktionsvielfalt nicht nutzen. Hier werden klare ergonomische Werte zugunsten des Images (wer hat das kleinste Handy mit den meisten Funktionen?) missachtet. Der Freiheitsgrad der Gestaltung ist also wesentlich höher.

Dies soll nicht heißen, dass bei einem niedrigen Gestaltungsfreiheitsgrad ein Designer überflüssig ist, ganz im Gegenteil. Aber der Auftraggeber sollte wissen, je mehr Auflagen er für die Gestaltung eines Produktes macht, desto geringer ist der Freiheitsgrad. Gibt er Randbedingungen vor, die den Freiheitsgrad des Produktdesigns verkleinern, muss er mit einem anderen Ergebnis rechnen, als wenn diese Vorgaben nicht gemacht werden.

Damit möchte ich jedoch nicht sagen, keine Vorgaben, ergeben ein besseres Design. Ganz im Gegenteil, die Entwicklung von gutem Industriedesign (Industrial Design) erfordert auch Vorgaben vom Produzenten. Es ist sehr wichtig, Vorgaben zu haben, um zielgerichtet Industriedesign entwickeln zu können. Jedoch sollte sich jeder Auftraggeber auch überlegen: „ist meine Vorgabe sinnvoll und nicht eventuell kontraproduktiv“. Gerade im Investitionsgüterbereich ist das ein wesentlicher Punkt der Entwicklung.

Designentwicklung Kunststoffgehäuse für modulares Elektronikgehäuse

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Industrial Design und Fertigung

WiGL Design unterstützt Sie auch bei der Überleitung zur Produktfertigung. Schon immer war einer unserer Grundsätze „was nützt Ihnen das schönste Industriedesign, wenn das Produkt zu teuer ist?“. Diesem Grundsatz sind wir treu geblieben. Darum entwickeln wir Ihr Produktdesign vom Designentwurf bis zum Serienteil. Natürlich gibt es Unterschiede bei den Fertigungsmethoden. Diese sind vor allem stückzahlabhängig. Wenn man nicht das richtige Fertigungsverfahren für die richtige Produktionsstückzahl verwendet, wird das Produkt zu teuer sein. Dies muss man auch beim Designentwurf bereits berücksichtigen. Nur dann kann das richtige Industriedesign entstehen.

Form und Funktion dürfen sich nicht widersprechen

Industriedesign Form and Function

Industriedesign Form and Function

All diese Punkte und noch etliche mehr, werden von uns bei der Designarbeit berücksichtigt. Sie haben gerade ein aktuelles Designprojekt? Rufen Sie uns an (0043 316 83 58 391) oder senden Sie uns ein E-Mail. Wir beraten Sie gerne. Die Erstberatung ist kostenlos.