• Produktdesign und Ergonomie

    Bis vor einiger Zeit galt je kleiner, desto besser. Das Handy war sicherlich nicht das einzige Produkt wo diese Richtlinie galt. Aber ich meine es war das einzige Produkt im Consumer-Bereich. Das man dabei auf sehr viele Menschen die zum Beispiel nicht so gut sehen, vergessen hat, liegt wohl im Trend der Zeit.

    Industriedesign bedeutet auch Ergonomie

    Darum ist es umso erfreulicher, dass es seit einiger Zeit auch Handys für Menschen gibt, die mit diesen Minidingern nichts anfangen können. Sei es weil sie schlecht sehen, sei es weil die Tasten zu klein für die Bedienung sind. Gutes Produktdesign sollte darauf Rücksicht nehmen.

    Industriedesign und die Zielgruppe der Käufer

    Im Normalfall sollte der Designer wissen welche Zielgruppe (Käufergruppe) für das zu entwickelnde Industriedesign vorgesehen ist. Zielgruppendefinitionen wie „alle 15 bis 75 jährigen Menschen“ sind dabei nicht wirklich hilfreich. Der Produzent sollte sich darüber im Klaren sein, dass damit auch eine Nivellierung des Produktes notwendig ist. Wenn es für alle Menschen ist, wird es auch vom Design entsprechend „allgemein“ sein.

    Dieses Handy ist für Menschen, die mit kleinen Tasten nichts anfangen können!

    Besser als ein Produkt für „ALLE“ zu gestalten, Read the rest of this entry »


  • Perfekte Ergonomie

    Bild: Canon

    Nur ein Fotoapparat? Es ist erstaunlich welche Entwicklung die Fotoapparate in den letzten Jahren genommen haben. Hatte man bis vor einigen Jahren nur analoge Apparate, so gibt es heute praktisch nur mehr digitale Fotoapparate.  

    Produktdesign Fotoapparat

    Auch im high end Segment gibt es praktisch nur digitale Apparate. Und was für welche. Einer davon ist die Canon EOS 550D. Um knappe 700,- Euro bekommt man ein Gerät von dem man bis vor ein paar Jahren nicht einmal träumen konnte. Warum nicht? Weil man sich den technischen Aufwand der hinter solchen Fotoapparaten steht, gar nicht vorstellen konnte.  

    So viel Technik um so wenig Geld?

    Das Design der Fotoapparate hat sich in dieser Zeit zwar weiterentwickelt, hat aber mit dem technischen Fortschritt nicht mithalten können. Die Geräte schauen noch immer wie analoge Fotoaparate aus. Obwohl hier keine Verbindung mehr zum analogen besteht, oder gerade deswegen?  

    Unbestritten sind sehr viele Käufer mit diesem Überangebot an Technik überfordert. Und wer schon einmal „nur ein paar Bilder“ machen wollte, weiß wovon ich spreche. Darum kann man durchaus als Marketingstrategie sagen, „optisch so wenige Änderungen wie möglich“. Um den potentiellen Käufer nicht zu überfordern, ist dies natürlich auch eine Strategie. In Zusammenhang mit diesem Überangebot an Technik, wahrscheinlich eine gute Strategie.  

    Auf jeden Fall ist der Designer hier stark gefordert, die Technik so zu verpacken, das sie noch beherrschbar ist. 

    httpv://www.youtube.com/watch?v=PdDAfOi3nb0