Auf der IAA in Frankfurt hat Husqvarna ein E-Motorrad Konzept vorgestellt. Auf den ersten Blick, „Wow“. Schaut ja sehr schön aus. Auf den ersten Blick, leicht, aggressiv, modern und trendig. Alles Attribute die ein Motorrad haben sollte. Vor allem wenn es nicht für die Fortbewegung entworfen wurde, sondern für die Freizeit. Hoher Spaßfaktor, ein wichtiger Punkt, denn man möchte das Produkt ja auch gut verkaufen. Und wer möchte das nicht? Dieses „Insektendesign“ wirkt wirklich gut.
Auf den zweiten Blick muss man jedoch sagen, sind extrem viele Formen eingeflossen, die so in der Serie sicherlich nicht realisiert werden können.
Ein Schlauch zur vorderen Scheibenbremse!
Sollte nicht passieren, schon gar nicht bei einem Konzept, welches man einem Millionenpublikum vorstellt. Der Schlauch zur Vorderbremse! Grauenhaft…
Aber auch andere Designelemente sind für die Serie sehr fraglich. Da wären zum Beispiel die hübschen Flügel auf dem Kotblech vorne. Nett, aber gefährlich. Spießen sie doch nicht nur Mücken auf.
Industrial Design soll innovativ sein
Das Industrial Design des Motorrades ist recht schön, aber sollte Industrial Design nicht auch innovativ sein? Besonders wenn man bedenkt, dass hier ein neues Antriebskonzept verwirklicht wird. Ein E-Antrieb für ein Motorrad ist noch nicht alltäglich. Also liebe Husqvarna Designer, warum wurde ein Kettenantrieb gewählt. Bringt er doch große Leistungsverluste. Nun gut bei herkömmlichen Verbrennungskraftmotoren, ist eine Kette sinnvoll. Aber bei einem E-Motor? Hier könnte man doch auch auf einen Radnabenmotor gehen. Wäre doch sinnvoll, oder?
Industrial Design hat auch mit Technik zu tun
Hier wird wieder einmal sehr klar gezeigt, dass Industrial Design sehr viel mit Technik zu tun hat. Leider wurde dies beim E-Motorrad Konzept von Husqvarna nicht berücksichtigt. Darum ist es auch nicht sonderlich verwunderlich, wenn noch keine technischen Daten des neuen E-Go vorliegen. Eigentlich schade, den auf den ersten Blick, schaut dieses Motorraddesign wirklich gut aus.


