• BeoLab 11, perfektes Industriedesign

    Bild B&O

    Ein ausgesprochen gelungenes Produktdesign hat der neue Subwoofer von B&O. Die Firma ist ja für ihr exzellentes Produktdesign (Industrial Design) weltweit bekannt. Aber was hier wiederum gemacht wurde, raubt einen fast die Sprache.  

    Die beiden Lautsprecherhälften bringen Design und Technik in Einklang. Ein Spannungsfeld wird optisch aufgebaut und man fragt sich, soll ich nur hinschauen oder soll ich auch hinhören. Beides ist empfehlenswert.  

    Design pur

    Und das Wunderbare daran, auch die Technik in diesem Fall das Gehör kommt nicht zu kurz. Beolab 11 schaut nicht nur gut aus, sondern kommt auch mit einer ganzen Reihe von technischen Innovationen auf den Markt. Der BeoLab 11 besteht aus zwei identischen Lautsprechergehäusen mit einander gegenüberliegenden Resonanzwänden. Das Boxen-Gehäuse ist aus Aluminium gefertigt. Weiters ist der BeoLab 11 Lautsprecher mit einer neuen Technologie namens “Acoustic Balance Principle” ausgestattet. Diese minimiert die Bass-Vibrationen, ohne dass der Klangeindruck darunter leiden soll.  

    Eine Verbindung von Design und Technik

    Das ein derartiger Lautsprecher nicht ganz billig sein kann, ist man von B&O leider auch schon gewöhnt. Mit runden 1500,- Euro ist er doch nicht in der low cost Ebene angesiedelt. Schade!  

    httpv://www.youtube.com/watch?v=i0gPpLJJItI


  • Design und Funktion

    Bild Apple

    Schon einige male habe ich über den Zusammenhang von Produktdesign und Funktion geschrieben. Ein Produkt ohne Funktion wird sich auch mit dem besten Design nicht verkaufen lassen. Außer, ja sie sind im Schmuckbereich tätig. Aber da kann man eher von Kunst als von Produktdesign oder Industriedesign (Industrial Design) sprechen. Ein wunderbares Beispiel für Design und Funktion ist immer wieder Apple. Die Magic Mouse vereint Design und Funktion.

    Magic Mouse, die Neuerfindung der Computer Mouse

    So weit ich weiß, wurde die Computermouse von Apple erfunden. Und jetzt wird die Mouse neu erfunden. Im neuen Design und mit neuer Funktion kann die Magic Mouse punkten.

    Die Oberseite der Maus ist eine Multi-Touch-Oberfläche, und die Maus selbst ist die Taste. Damit kann man mit einem Finger in jede Richtung scrollen, mit zwei Fingern durch Webseiten und Fotos blättern und überall klicken und doppelklicken. Im Innern der Magic Mouse befindet sich ein Chip, der ihr genau sagt, was sie tun soll. Deshalb kann die Magic Mouse Scrollen und Streichen nicht verwechseln. Sie erkennt sogar, wenn man die Hand nur auf ihr ablegt.

    Technische Innovationen und Design

    Dadurch ist die Magic Mouse ein „kleines“ Wunderwerk der Technik. Eine ausgesprochen gelungene Verbindung von innovativer Technik mit modernem Industriedesign.


  • Uhrendesign

    Bild Lotus Uhr

    Die Black Paddock von Lotus hat unbestritten ein auffälliges Produktdesign. Nicht verleugnen kann man wofür der Chronograph entworfen wurde. Für den Motorsport. Na gut, auch wenn man nicht sofort auf Motorsport kommt, auf Sport kommt man sicherlich.

    Produktdesign sollte zielgerichtet sein

    Hier zeigt sich auch wie Wichtig ein zielgerichtetes Industriedesign ist. Diese Uhr wird sicherlich nicht jemand kaufen, der elegant in die Oper gehen möchte. Aber ein Sportler der auch ein Stoppfunktion brauchen kann, wird sich eine Uhr wie diese eventuell kaufen. Darum ist es auch so Wichtig, vor jeder Designarbeit die Zielgruppe zu analysieren. Wenn hier ein Fehler gemacht wird, kann das neue Produkt floppen.

    Die Zielgruppenanalyse wird leider von manchen Designern vernachlässigt. Sie sehen ein Produkt, und haben eine Idee. Ob sich diese Idee auch mit der Zielgruppe deckt, ob diese Idee auch angenommen wird, wird sehr oft nicht untersucht.

    Etwas unübersichtlich ist das Design

    Etwas unübersichtlich ist die hohe Anzahl der Funktionen die man auf ein Zifferblatt bringen wollte. Hier kann man durchaus von „Überdesign“ sprechen. Weniger wäre hier mehr. Nicht alle Funktionen die man machen kann, sollte man auch verwirklichen! Trotzdem gefällt mir diese Uhr recht gut.


  • Lola Produktdesign oder Kunst

    Bild Deutsche Filmakademie

    Lola ist die Trophäe für den Deutschen Filmpreis. Somit eine sehr begehrte und beliebte Figur. Mit rund 2,855 Millionen Euro ist der Deutsche Filmpreis auch sehr hoch dotiert. Und als Draufgabe bekommt man Lola. Die Trophäe.

    Gestaltet wurde sie von Mechthild Schmidt, der österreichische Bildhauer Roman Strobel, hat die Maquette für den Guss der Trophae  unter Anleitung von Mechthild Schmidt modelliert. Und wahrscheinlich würden die beiden heftig protestieren, wenn man Lola als Industriedesign bezeichnen würde. Lola ist Kunst!

    Der Unterschied zwischen Kunst und Produktdesign

    Hier erkenntt man auch sehr schön den Unterschied zwischen Kunst und Industriedesign (Produktdesign) oder wie man aktuell auch gerne sagt, Industrial Design. Die Schleife die Lola so wirkungsvoll verhüllt, ist für jeden Hersteller ein Horror. Wie kann man dies günstig, und bei Industriedesign sprechen wir von günstig, herstellen? Schwierig, schwierig! Die gefertigte Figur schaut in diesem Bereich auch nicht so aus, wie die schöne 3D Grafik. Hier wurde bereits ein wenig gemogelt.

    Bei einem Kunstwerk, wie Lola, wird der Preis nicht das Problem sein, hier spielen die Kosten keine Rolle. Wenn Sie jedoch ein Produkt auf den Markt bringen, wird der Preis ein ganz entscheidender Faktor sein. Aber freuen wird sich über Lola, sicherlich jeder der sie verliehen bekommt.


  • Handydesign von Microsoft

    Bild Microsoft

    Mit einem ausgesprochen innovativen Namen, Kin-One und Kin-Tow meldet sich Microsoft im Handymarkt an. Nach Google der nächste Riese der mitnaschen möchte. Dadurch wurde uns auch ein neues Handydesign geschenkt. Industrial Design von Microsoft! 

    Gewisse Ähnlichkeit mit einem Fleischleibchen

    Ach ja, falls auch ein Bundesdeutscher diese Zeilen liest, Fleischleibchen ist eine Bulette oder auch Frikadelle. So schön kann die deutsche Sprache sein. Nein ehrlich, diese Rundungen ähneln einem Fleischleibchen und sind bei  einem Handy nicht schön. Wobei ich Rundungen grundsätzlich mag, nur in diesem Fall … 

    Ergonomie ist gut

    Wobei die ausziehbare Tastatur durchaus OK ist. Ergonomisch gesehen, ist eine echte Taste noch immer besser als ein Touch Sreen. Der Bildschirm ist im Verhältnis zum Gerät sehr groß, was auch positiv gesagt werden muss. Ob die Software, die eigentliche Stärke von Microsoft, auch hält was sie verspricht, kann ich nicht sagen. Ich hoffe nur die Software ist nicht so anfällig wie ältere Windows Varianten. 

    Grundsätzlich also vom Produktdesign nicht wirklich etwas neues.


  • Die Roboter kommen, Industriedesign für Roboter

    Foto Samsung

    Mit dem neuen Navibot von Samsung halten die Roboter entgültig Einzug in den heimatlichen Wohnbereich. Ein Roboter zum Staubsaugen. Wer wünscht sich das nicht? In der Früh schaltet man ihn ein und am Abend ist alles sauber. Na ja, nur der Boden und eventuell auch der Teppich. Aber die wirklich lästige Heimarbeit, wie zum Beispiel Geschirr wegräumen, ja dafür gibt es leider noch immer keinen Roboter. 

    Das Industriedesign muss spezielle Anforderungen erfüllen

    Beim Industriedesign muss man auf ganz spezielle Anforderungen achten. So ein Gerät kann ja immer in die Wand krachen. Auch wenn der neue Navibot die Wohnung mit einer Kamera auskundschaftet. Dadurch sollen Kollisionen mit Möbel oder der Wand vermieden werden. 

    Trotzdem ähnelt das gute Designstück einer Assel. Nur etwas größer. Rein vom Design und von der Funktionalität hätte ich dem Kleinen noch einen schönen Kranz rundum gespendet. So quasi als Knautschzone, sollte die Technik einmal nicht so gut funktionieren.  Aber sonst ist das Produktdesign schon recht gut gelungen. Man kann nur hoffen, dass auch die Funktion gut erfüllt wird. Die Reinigung des Bodens. Dann ist er die knapp 400,- Euro wert. 

    Der Name ist nicht besonders innovativ

    Beim Namen hätte Samsung schon etwas kreativer sein können. Navibot erinnert mich zu sehr an Apple. Auch wenn hier eine top Marke mit top Industriedesign zum Vorbild genommen wurde, Navibot gefällt mir nicht. 

    httpv://www.youtube.com/watch?v=rqWsPYzv0a8


  • Industriedesign am Beispiel eines Fußballschuhes

    Bild adidas

    Ist nun das Produktdesign wichtiger oder die Technik? Am Beispiel des Fußballschuhes F50i von adidas kann man diese Frage nicht beantworten.

    Design und Technik verbinden sich

    Hier wurde sowohl das Produktdesign (Industrial Design) hervorragend gemacht als auch die Technik berücksichtigt. Kaum ein Spieler wird sich über die Herstellung eines Spitzenschuhes Gedanken machen, aber das Ergebnis spüren wird jeder Vollblutspieler.  Der Aufwand der beim F50i getrieben wurde ist enorm. Die Vermarktung absolut gelungen. Schon der Name erinnert eher an einen Düsenjet als an einen Fußballschuh. F50i.

    Auch die Beschreibung von adidas könnte man eher als eine Beschreibung für ein Auto verstehen als die für einen Schuh. Hier ein kleiner Auszug:

    Das Chassis

    Eine weitere Einstellungsmöglichkeit betrifft das Innenleben des Schuhs. Hier kann der Spieler eines von zwei verschiedenen Chassis auswählen, das im weiteren Prozess mit den Stollen verbunden wird. Das Komfort-Chassis liefert perfekte Stabilität und beste Stollendruckverteilung, das ultraleichte Lightweight-Chassis bietet darüber hinaus höchste Flexibilität im Vorfuss und eine deutliche Gewichtsreduzierung.

    Wow! Also dafür ist der Schuh recht günstig. Mit schlappen 70,- Euro sind sie dabei. Der Erfolg im Spiel ist damit aber leider noch nicht garantiert. Auch mit dem besten Schuh, müssen Sie die Leistung erst erbringen.

    Das Design ist spitze, aber nicht revolutionär

    Das Produktdesign (Industrial Design) ist wirklich gelungen, aber keine Revolution. Aber was soll’s, das Image ist super und Sie machen mit diesem Fußballschuhdesign sicherlich keine schlechte Figur.


  • Sony Designfernseher

    Bild Sony

    Design ohne Innovation ist wie ein Steak ohne Salz. Na gut, für Vegetarier ein herrlich frischer knackiger Salat ohne Salz.  

    Design ohne Innovation ist fad

     

    Dies zeigt sich auch sehr schön beim neuen Sony Designfernseher. „Durch ein minimalistisches und doch atemberaubendes Design aus, das jeden Raum luftig und zugleich modern erscheinen lässt.“ Wie es Sony selbst beschreibt. Eigentlich ist dem nur noch hinzuzufügen, wenn der Designfernseher nicht auch eine hervorragende Verarbeitung hätte und wundervolle Oberflächen und eine außergewöhnliche Technik und …  

    Ja, ohne das Herum, ist auch ein gutes Industriedesign nicht gut. Erst die Verbindung von gutem Produktdesign mit innovativen Ideen macht ein gutes Produkt zu einem hervorragenden Produkt.  

    3D Ferseher

     

    So bietet der neue LX900 3D Genuss in Vollendung. Aber auch das Design ist innovativ. Wie schwierig ein Designentwurf für einen Fernseher ist, wird mir jeder bestätigen, der schon einmal einen gemacht hat. Die große ebene Fläche, das Display, lässt keine Gestaltungsmöglichkeiten zu. Der Rahmen um das Displa soll so klein wie möglich sein. Also, was machen?  

    Den Designern bei Sony ist es sehr gut gelungen, diese Einschränkungen aufzulösen. Das neue Design wurde eine moderne Skulptur. Der Standfuß elegant gelöst. Ein wirklich tolles Produkt, innovative Technik und gelungenes Produktdesign.Sehenswert auch die Werbung: 

     httpv://www.youtube.com/watch?v=pBr1mKRMxrY&feature=related