• Wenn die Form der Funktion folgt

    Industriedesign ist immer auch eine Gradwanderung. Nur sehr selten wird ein Auftraggeber kommen und sagen „die Herstellkosten spielen keine Rolle“. Beim Nautilus Lautsprecher war dies offensichtlich der Fall. Der extrem hohe Preis ist sicherlich zum Teil auch auf die hohen Herstellkosten zurückzuführen. Hier hätte man einiges einsparen können. Jedoch, würde eine andere Form auch diesen exzellenten Klang erzeugen? Würde die Wirkung mit geraden Flächen auch so gut sein?

    Zum Teil sicherlich. Nicht umsonst sind die anderen Modelle vom Design schon wesentlich einfacher und auf günstigere Produktion getrimmt. Jedoch ist die Designwirkung bei weitem nicht so gut wie eben bei diesem Lautsprecher.

    In meiner Jugend waren Lautsprecher noch rechteckige Schachteln. Zwar vom Klang schon recht gut, vom Produktdesign jedoch eine Schachtel, rechte Winkel gerade Flächen. Dies hat sicherlich auch mit den Produktionsmöglichkeiten von damals zu tun. Heute sind Freiformflächen auf dem Computer kein Problem. Damals war die „Erfindung“ einer Freiformfläche nur im Modell möglich. Ungleich Aufwändiger!

    Design heißt auch Freiformflächen

    Ganz zu schweigen von den CNC gesteuerten Read the rest of this entry »


  • Produktdesign und Ergonomie

    Bis vor einiger Zeit galt je kleiner, desto besser. Das Handy war sicherlich nicht das einzige Produkt wo diese Richtlinie galt. Aber ich meine es war das einzige Produkt im Consumer-Bereich. Das man dabei auf sehr viele Menschen die zum Beispiel nicht so gut sehen, vergessen hat, liegt wohl im Trend der Zeit.

    Industriedesign bedeutet auch Ergonomie

    Darum ist es umso erfreulicher, dass es seit einiger Zeit auch Handys für Menschen gibt, die mit diesen Minidingern nichts anfangen können. Sei es weil sie schlecht sehen, sei es weil die Tasten zu klein für die Bedienung sind. Gutes Produktdesign sollte darauf Rücksicht nehmen.

    Industriedesign und die Zielgruppe der Käufer

    Im Normalfall sollte der Designer wissen welche Zielgruppe (Käufergruppe) für das zu entwickelnde Industriedesign vorgesehen ist. Zielgruppendefinitionen wie „alle 15 bis 75 jährigen Menschen“ sind dabei nicht wirklich hilfreich. Der Produzent sollte sich darüber im Klaren sein, dass damit auch eine Nivellierung des Produktes notwendig ist. Wenn es für alle Menschen ist, wird es auch vom Design entsprechend „allgemein“ sein.

    Dieses Handy ist für Menschen, die mit kleinen Tasten nichts anfangen können!

    Besser als ein Produkt für „ALLE“ zu gestalten, Read the rest of this entry »


  • Zeppelin von Bowers und Wilkins /Industriedesign

    Worauf die Welt noch gewartet hat? Noch ein Lautsprecher inklusive Verstärker für den Ipod. Das Industriedesign dieses Lautsprechers ist ausgezeichnet. Der Klang ohnehin. Jedoch habe ich noch immer etwas Probleme mit der Klangquelle. Ipod.

    Nun gut, an einen erstklassigen Röhrenverstärker kommt dieser Verstärker nicht heran, aber ist dies überhaupt notwendig? Der ipod ist doch für unterwegs konzipiert, ein Röhrenverstärker für die Wohnung.

    Auffälliges Produktdesign

    Das Design ist jedenfalls auffällig. Ein echter Zeppelin ist es nicht, jedoch eine schöne Form, die in jedes moderne Umfeld passt. Und wenn man wirklich nicht ohne ipod leben kann, so ist diese sicherlich eine der besten Varianten seinen Tonträger in einem Raum abzuspielen.

    Die Idee macht das Design

    Eigentlich sehr interessant, welche Produktvielfalt sich rund um den ipod bereits entwickelt hat. Read the rest of this entry »


  • Produktdesign Mini Projektor GP1

    Klein ist er, auch handlich, schön ist er und auf alle Fälle Praktisch ist er. Der Mini Projektor GP1 von BenQ.

    Erstaunlich was alles in einem so kleinen Gerät Platz hat

    Bei Videoprojektoren musste man bis vor ein paar Jahren noch mit großen Kisten rechnen. Schwer und unhandlich. Seit einiger Zeit werden die Projektoren immer kleiner und der BenQ GP1 ist sicherlich einer der kleinsten. Read the rest of this entry »


  • Nokia N8 – ein Aufholversuch

    Das Nokia die Smartphone Welle etwas verschlafen hat ist ja bekannt. Jetzt versucht der einstige Marktleader mit dem Nokia N8 einen Aufholversuch. Im September oder spätestens im Oktober soll das neue Handy auf den Markt kommen.

    Designkleid aus Aluminium

    Ganz in Aluminium gehalten ist es mit einer 12 MP Kamera ausgestattet, inkl. Blitzlicht. Also da haben sich die Designer von Nokia sicherlich einiges einfallen lassen, damit sie wieder an die Spitzenposition zurück kommen.

    Die Technik vom Feinsten

    Das die Technik bei diesem Handy vom Feinsten ist, muss man eigentlich gar nicht erwähnen. Natürlich gibt es alle Features wie Kalender, E-Mail oder einen eingebauten Grafikbeschleuniger. Ach ja, telefonieren kann man damit auch. :-)

    Aber wer kauft sein Handy schon wegen der Technik? Viel mehr wird die Technik als Standard vorausgesetzt. Read the rest of this entry »


  • Design von medizinischen Geräten

    Mammomat Bild Siemens

    Sie sind wichtig, keine Frage. Sie können Leben retten und sie sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Und, sie sind fast immer sehr gut gestaltet. Die medizinischen Geräte.

    Industriedesign ist hier besonders wichtig!

    Die meisten medizinischen Geräte sind wahre high tech Wunder. Es steckt viel Erfindungsgeist und noch mehr Arbeit in diesen Geräten. Warum sollte das Produktdesign dies nicht auch optisch zeigen.

    Der Patient sieht das Produkt und muss vertrauen haben

    Der Patient sieht das Gerät und sollte nicht nur in den Arzt, sondern auch in das verwendete Gerät Vertrauen haben. Darum ist gerade im medizinischen Produktdesign das „richtige“ Design doppelt wichtig. Zuerst wirkt es beim Kauf des Produktes und danach täglich auf den Patienten.

    Die meisten Hersteller haben die Wichtigkeit von Industriedesign erkannt

    Die meisten Read the rest of this entry »


  • Auto Design – sollten Elektrofahrzeuge nicht anders aussehen?

    Noch ist er nicht auf dem Markt erhältlich. Aber 2012 soll auch der Volt von Chevrolet käuflich zu erwerben sein.

    Autodesign – sollte ein Elektrofahrzeug nicht auch ein innovatives Produktdesign erhalten?

    Bilder gibt es ja schon von dem neuen E-Mobile. Auch Prototypen fahren schon herum. Und man muss sagen, die Technik wird durchaus innovativ werde. Es steckt viel Neues in diesem Fahrzeug. Sicherlich wird es Kinderkrankheiten geben, aber grundsätzlich ist es ein Schritt in die Zukunft. Mit rund 40 000,- Euro wird dieses Auto auch kein Schnäppchen werden.

    Jedoch …. oh je!! Das Design entspricht so gar nicht einem modernen innovativen Auto. Eher hausbacken, um nicht noch schlimmeres zu sagen.

    Ein derart innovatives Produkt hat ein besseres Produktdesign verdient. Schade, aber hier ist nichts gelungen. Wenn dieses Design vor 10 Jahren auf den Markt gekommen wäre, hätte ich gesagt, schaut ganz manierlich aus.

    Auch so kann man innovative Technik verstecken. Hier hätte ich mir etwas moderneres innovativeres, ja ganz einfach hübscheres Produktdesign vorgestellt. Schade – hier hat man eine Chance vergeben.

    Vielleicht sollte man den verantwortlichen Managern auch einmal sagen, hier entsteht eine neue Autogeneration, die soll, die darf nicht wie die bisherigen Fahrzeuge aussehen. Wenn ich schon ein E-Auto fahre, dann möchte ich auch, dass dies jeder sieht!


  • Funktion und Uhrendesign

    Nach 25 Jahren bringt Porsche Design eine neue Tauchuhr auf den Markt. Nicht schlecht, ein Design dass 25 Jahre aktuell ist. Und sicherlich auch noch weitere 25 Jahre aktuell sein wird. Nicht das Design war ausschlaggebend, dass die neue Tauchuhr auf den Markt kommt, sondern die Technik.

    Langlebiges Design ist für den Designer schlecht

    Wenn man ein Design entwirft, welches 25 Jahre topaktuell ist, ist dies doch schlecht für den Designer. Er bekommt keinen Folgeauftrag. Nun gut, so eng sollte dies kein Designer sehen. Schließlich ist ein langlebiges Produktdesign auch immer eine schöne Werbung für den Designer.

    Uhrendesign kann langlebig sein, aber Spielzeugdesign?

    Bei einem Uhrendesign sind 25 Jahre nicht viel. Vor allem wenn man derart funktionelles Design gestaltet wie Porsche Design. Bei dieser Tauchuhr wird das Design wirklich auf die Funktion reduziert. Form follows function, war bei Porsche schon immer oberste Priorität. Aber bei einem Spielzeug, ist hier auch langlebiges Design möglich? Uns ist es gelungen! Unser Spielzeugauto ist bereits über 20 Jahre auf dem Markt. Einige Beispiele für gutes Spielzeugdesign finden sie unter http://www.wigl-design.at/designarbeiten.html . Wird immer noch erfolgreich verkauft und von den Kindern gerne verwendet.

    Langlebiges Design ist möglich. Man muss nur wissen worauf man bei der Designentwicklung achten muss.

    Übrigens diese Uhr kostet rund 7.000,- unser Spielzeug rund 20,- Euro. :-)


  • Schneekanone im Sommer?

    Sie wirkt wie ein außerirdisches Artefakt. Gefunden in den Alpen. Darum möchte ich ihnen dieses Produktdesign einer Schneekanone trotz Hochsommer vorenthalten. Der nächste Winter kommt sicher.

    Wer schon jemals eine Produktentwicklung mit relativ geringer Stückzahl gemacht hat, weiß wie schwierig es ist, ein kostengünstiges und trotzdem ein schönes und funktionelles Design zu erstellen.

    Design für große Stückzahlen ist einfach

    Ein Produktdesign für große Stückzahlen ist relativ einfach gemacht. Man braucht sich nicht all zu viele Gedanken über Werkzeugkosten und Fertigung machen. Durch die hohe Stückzahl ist der Stückkostenanteil der Werkzeuge verschwindend gering. Hier kann der Industriedesigner so zusagen aus dem Vollen schöpfen und Formen nach seinem Empfinden machen.

    Bei Investitionsgüter ist die Stückzahl ein entscheidender Faktor für das Produktdesign

    Anders ist es bei Investitionsgüter, wie zum Beispiel hier bei dieser Schneekanone. Ich weiß nicht in welcher Stückzahl sie gefertigt wir, jedoch werden es sicher nicht 100 000e sein. Und hier ist der Designer gefordert. Hier muss er Lösungen suchen und finden, die auch bei kleiner Stückzahl den Kostenrahmen nicht sprengen.

    TechnoAlpin bzw. dem Designer von TechnoAlpin ist dies mit dieser Schneekanone sehr gut gelungen. Ein ausgezeichnetes Produktdesign. Sollte die Technik hinter diesem Produkt auch nur annähernd so gut sein wie sein Produktdesign, so wird diese Schneekanone sicherlich ein sehr erfolgreiches Produkt.


  • Braucht ein Fernseher Produktdesign?

    Bild Loewe

    Auf den ersten Blick könnte man durchaus sagen, nein! Die Anzeige eines Fernsehers, früher einmal die Röhre, nimmt praktisch fast die gesamte Frontansicht ein. Das LED Display heute ist noch größer. Man sieht wenn man fernsieht nur eine ebene Fläche, umrandet von einem sehr schmalen Streifen.

    Design ist auch hier wichtig

    Es sehen auch sehr viele Fernseher gleich aus. Auf den ersten Blick sind viele Geräte nicht zu unterscheiden. Display und rundum ein schwarzer Rand. Umso größer ist der Vorteil, wenn man sich die Mühe macht und auch in das Produktdesign eines Fernsehers etwas Zeit investiert.

    Loewe der Designfernseher

    Dies hat die Firma Loewe gemacht. Und siehe da, es kommt ein unverwechselbares Produkt in einem wunderschönen Designkleid heraus. Was unverwechselbar für ein Produkt bedeutet, muss man niemanden erklären. Die Vorteile liegen auf der Hand. Für Marketing, Verkauf und Image ein unbezahlbarer Vorteil. Natürlich muss in diesem Zusammenhang auch die Technik stimmen. Ein besonderer Vorteil ergibt sich für Loewe auch aus der technischen Tradition. So machte Lowe auf der Berliner Funkausstellung 1931 bereits die erste öffentliche Filmübertragung. Tradition die für ein positives Image steht. Aber alleine von diesen alten Erfolgen kann man heute nicht mehr leben. Die Innovation liegt im Heute und Jetzt. Und die ist Loewe gelungen.

    Das ein derartiges Spitzenprodukt nicht mit den Billigprodukten bezüglich des Preises konkurrieren kann, liegt auf der Hand. Hier wird eine Zielgruppe anvisiert, die nicht jeden Euro drei mal umdrehen muss, bevor sie ihn ausgibt. Spitzendesign in Verbindung mit Spitzentechnik muss nicht den billigsten Preis haben.